Diferencia entre revisiones de «Der Standard»

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'''Der Standard''' es un periódico liberal da [[Austria]] con sede de redacción en [[Viena]]. Aparece en [[formato berlinés]]. ''Der Standard'' fue fundado por [[Oscar Bronner]] en [[1988]].
 
<!-- '''Der Standard''' ist eine [[österreich]]ische [[Tageszeitung]] mit Redaktionssitz in [[Wien]]. Die 1988 von [[Oscar Bronner]] gegründeten Zeitung erscheint im [[Berliner Format]]. ''Der Standard'' gilt als [[Linksliberalismus|linksliberal]] und ist [[Genossenschaft]]er der [[Austria Presse Agentur]].
 
== Geschichte ==
Bevor die erste Ausgabe der Zeitung erschien, wurde ein passender Name gesucht. Erste Probenummern, sogenannte „[[Nullnummer]]n“, erschienen unter dem Titel „Wirtschaftsblatt“. Man einigte sich schließlich auf ''Der Standard'', nach Vorbildern aus dem englischsprachigen Raum, wo Zeitungen wie ''[[The Standard]]'' oder ''[[Evening Standard]]'' existieren. Die erste Ausgabe des ''Standard'' erschien erstmals am 19. Oktober 1988. Gegründet wurde die Zeitung von [[Oscar Bronner]], der zur Finanzierung der Neugründung den [[Axel Springer Verlag]] mit 50 % beteiligen ließ.
 
1995 wurde ''derstandard.at'' als Webauftritt der Zeitung errichtet. Dieser verfügt über eine eigene Redaktion – obgleich die Inhalte der Printausgaben ebenfalls online veröffentlicht werden – und ist als Tochterunternehmen der Zeitung ausgegliedert. Seit März 2008 ist ''derstandard.at'' als „Content-Partner“ für die Nachrichteninhalte des Webportals gmx.at zuständig, nachdem dieses vom deutschen Betreiber [[Global Message Exchange#GMX|GMX]] österreich-spezifisch umgestaltet wurde.
 
Im Jahr 2006 folgte der Standard dem Beispiel der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]], der Cinemathek, mit der 100-teiligen DVD-Serie ''[[Der österreichische Film]]''. Die Standard-Redaktion wählte hierfür hundert sehenswerte und beliebte österreichische Filme aus.
 
Am 1. Juli 2007 löste [[Alexandra Föderl-Schmid]] [[Gerfried Sperl]] als zweiten Chefredakteur neben Oscar Bronner ab.
 
== Verlagsangaben ==
[[Bild:Palais Orsini-Rosenberg Vienna Sept. 2006 006.jpg|thumb|Palais Orsini-Rosenberg an der Herrengasse in Wien, Redaktionszentrale]]
Verlegt wird die Zeitung von der eigenen ''Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.''. Verlagsort ist Wien, Erscheinungsort das niederösterreichische [[Tulln]], wo die Zeitung von [[Goldmann Druck]] gedruckt wird.
 
2007 erwirtschaftete Der Standard 55,4 Millionen Euro bei 206 Beschäftigten. Hinzu kommen 56 Beschäftigte bei ''derStandard.at'', wo 9,8 Millionen Euro erwirtschaftet werden. 2007 erhielt ''Der Standard'' rund 1,2 Millionen Euro aus dem Topf der ''[[Österreichische Presseförderung|Österreichischen Presseförderung]]'' und ist somit gemeinsam mit der ''[[Die Presse|Presse]]'' die am höchsten subventionierte Zeitung.
 
=== Eigentümerstruktur ===
Bei der Gründung der Zeitung im Jahr 1988 hielten Gründer Oscar Bronner sowie der Axel Springer Verlag je 50 % am Zeitungsverlag. 1995 kaufte Bronner diese Anteile zurück, gab jedoch im April 1998 erneut 49 % der Zeitungsanteile ab – diesmal an den [[Süddeutscher Verlag|Süddeutschen Verlag]]. Weitere 41 % wurden in die Bronner Familien-Privatstiftung überführt, 10 % der Anteile behielt Oscar Bronner direkt. Am 13. August 2008 kaufte die neugegründete Bronner Online AG die Anteile der Süddeutschen Zeitung, womit der Standard zu 100 % im Besitz Bronners oder seiner Stiftung ist.
 
Die Eigentümerstruktur ist nun folgendermaßen:<ref>''[http://derstandard.at/PDA/?id=1218533947954 Bronner übernimmt den STANDARD wieder ganz]'', derstandard.at, 13. August 2008 </ref>
* Bronner Online AG: 49 %
* Bronner Familien-Privatstiftung: 41 %
* Oscar Bronner: 10 %
 
=== Reichweite und Marktanteil ===
Laut [[Österreichische Media-Analyse|Österreichischer Media-Analyse]] 2007 hat der ''Standard'' in Österreich 352.000 Leser (2006: 341.000).<ref name="ÖMA"/> Dies entspricht einer [[Reichweite (Medien)|Reichweite]] von 5 %. Die verkaufte Auflage laut [[Österreichische Auflagenkontrolle|Österreichischer Auflagenkontrolle]] betrug pro Erscheinungstag im ersten Halbjahr 2008 im Schnitt 76.775 Exemplare.<ref name="OEAK08"/> Der Standard ist somit – knapp hinter der ''[[Die Presse|Presse]]'' – die fünftgrößte österreichweit erscheinende Tageszeitung. Die von einer eigenen Redaktion betreute, einem Nachrichtenportal gleichende Online-Ausgabe der Zeitung erreicht laut [[Österreichische Webanalyse|Österreichischer Webanalyse]] (ÖWA) vom Juni 2008 1,2 Millionen [[Unique Clients]] pro Tag und liegt hiermit deutlich vor allen anderen österreichischen Nachrichtenportalen mit Ausnahme jenes des [[Österreichischer Rundfunk|ORF]].<ref>[http://www.oewa.at/index.php?id=7632 www.oewa.at – Österreichische Webanalsye], Kennzahlen der Einzelangebote, Juni 2008 (abgerufen am 20. September 2008)</ref>
 
In den vergangenen Jahren verlor der Standard, wie die meisten anderen österreichischen Tageszeitungen, sukzessive an Lesern. 2007 konnte diese Tendenz aufgehalten werden, während die meisten anderen Tageszeitungen weiter verloren. Dennoch liegt der Standard noch hinter vergangenen Höchstwerten zurück. Die bislang größte Reichweite erreichte das Blatt im Jahr 2001 mit 401.000 Lesern oder 6 % Tagesreichweite.<ref>Österreichische Media-Analyse: Jahresberichte 2001, 2006 und 2007 ([http://www.media-analyse.at www.media-analyse.at])</ref>
 
Obwohl ''Der Standard'' grundsätzlich überregional ausgerichtet ist, war in der Vergangenheit eine starke Fokussierung auf Wien nicht zu leugnen (Reichweite in Wien 2007: 8,5 %), die durch eigene Redaktionen in den Bundesländern (derzeit in der [[Steiermark]], [[Oberösterreich]] und [[Kärnten]]) und Regionalteile aber immer mehr abnimmt.
 
== Inhaltliche Angaben ==
=== Inhalt und Blattlinie ===
Die Zeitung ist dem [[Ehrenkodex für die österreichische Presse|Ehrenkodex der österreichischen Presse]] verpflichtet und bezeichnet ihre [[Blattlinie]] als [[liberal]] und unabhängig. Dieser Linie neigen auch die meisten regelmäßigen Kolumnisten der Zeitung zu, dazu kommen Gastkommentare aus den verschiedensten politischen Richtungen.
 
Als Teilnehmer des [[Project Syndicate]] veröffentlicht der ''Standard'' auch regelmäßig Kommentare von weltweit bekannten Persönlichkeiten, die im Rahmen dieses Projekts weltweit verteilt werden.
 
Freitags liegt dem ''Standard'' die selbstproduzierte Hochglanzbeilage ''Rondo'' bei, in welcher über Mode, Kosmetik, Reisen, Design, technische Neuheiten, Essen, Musik und Film berichtet wird.
 
Jeden Montag liegt der Zeitung außerdem eine meist achtseitige, englischsprachige Beilage mit Auszügen aus der [[The New York Times|New York Times]] bei.
 
Die Zeitung organisiert und sponsert unter anderem seit 1998 jährlich den Publikumspreis des Internationalen Wiener Filmfestivals [[Viennale]].
 
=== Mitarbeiter ===
Mitarbeiter in leitenden journalistischen Funktionen:<ref>[http://derstandarddigital.at/?url=/?id=1080859 Impressum], abgerufen am 18. September 2008</ref>
 
* [[Chefredakteur]]e: Oscar Bronner, Alexandra Föderl-Schmid
* [[Chef vom Dienst|Chefs vom Dienst]]: Bettina Stimeder, Thomas Mayer, [[Eric Frey]], Erhard Stackl
* Leitende [[Redakteur]]e: [[Gudrun Harrer]], [[Otto Ranftl]]
* [[Ressort (Medien)|Ressort]]leiter
** Außenpolitik: Christoph Prantner
** Innenpolitik: Michael Völker
** Wirtschaft: Andreas Schnauder
** Kultur: Andrea Schurian
** Chronik: Petra Stuiber
** Kommentar der anderen: Mischa Jäger
 
Zu den bekanntesten Kommentatoren der Zeitung zählen [[Hans Rauscher]] („rau“) und [[Daniel Glattauer]] („dag“), die abwechselnd im „Einserkastl“ – einer Textbox auf der Titelseite – kommentieren, wobei „rau“ zumeist innenpolitische Themen kommentiert, während „dag“ zumeist humorvoll von alltäglichen, häufig kuriosen, Wahrnehmungen, häufig österreichische Eigenheiten, erzählt. Ein bis mehrmals wöchentlich finden sich zudem auch Kommentare von unter anderen Chefredakteurin [[Alexandra Föderl-Schmid]], Chef vom Dienst [[Eric Frey]] sowie von den Kommentatoren und Redakteuren [[Gudrun Harrer]], [[Thomas Mayer]], [[Christoph Prantner]], [[Conrad Seidl]], [[Erhard Stackl]], [[Petra Stuiber]], [[Andreas Schnauder]], [[Leo Szemeliker]] sowie [[Michael Völker]] im Kommentarteil der Zeitung.
 
Für die teils unregelmäßig erscheinenden Kolumnen zeichnen unter anderem [[Friedrich Achleitner]], [[Antonio Fian]], [[Franzobel]], Daniel Glattauer, [[Barbara Coudenhove-Kalergi]], [[Paul Lendvai]], [[Bernd Marin]], [[Otto Ranftl]], [[Markus Mittringer]], [[Kurt Palm]] („Palmsamstag“), Hans Rauscher, [[Johann Skocek]] („Skoceks Zeitlupe“, Sport), [[Gerfried Sperl]] und [[Günter Traxler]] verantwortlich. Der Schachteil, in dem sich Spiele samt Rätsel sowie Spielkommentare finden, wird seit 1990 von „ruf & ehn“ ([[Michael Ehn]]) durchgeführt.
 
Als fester Bestandteil der Zeitung hat sich auch das „Kommentar der Anderen“ etabliert, eine bis zwei Seiten des Kommentarteil, auf denen täglich Experten, Wissenschaftler oder Politiker zu aktuellen Themen Standpunkte oder Forderungen vertreten, wobei häufig an aufeinanderfolgenden Tagen dem Standpunkt der jeweiligen „Gegenseite“ ebensoviel Platz geboten wird.
 
Karikaturen werden unter anderem von [[Oliver Schopf]], der für den Standard den gesamten Bawag-Prozess Karikaturen von den Verhandlungstagen aus dem Gericht geliefert hat sowie von zahlreichen weiteren, unregelmäßig im Standard erscheindenen Karikaturisten beigesteuert. Die Cartoonserie „Der Lochgott“ von [[Rudi Klein]] ist ebenfalls im Standard zu finden.
 
=== Onlineangebote ===
Die Zeitung wird auch als vollständiges, kostenpflichtiges [[Elektronische Zeitung|e-paper]] veröffentlicht (''Der Standard digital'').
 
''Der Standard'' betreibt mit ''derStandard.at'' seit Anfang Februar 1995 ein eigenes Onlineportal. Nach eigenen Angaben war dies der erste Web-Auftritt einer deutschsprachigen Zeitung. Die Redaktionen vom Print- und Online-Standard sind getrennt, die Zusammenarbeit jedoch sehr eng. ''DerStandard.at'' ist als eigenes Subunternehmen ausgegliedert und finanziert sich durch Werbung im Online-Angebot selbst.
 
Im Jahr 2006 hatte ''derStandard.at'' eine Reichweite von 1.137.111 Benutzern und ist damit eine der meistbesuchten [[Website]]s Österreichs.<ref>''ÖWA: Seitenkontingente Jahresschnitt 2006'']</ref>
 
Zu online veröffentlichten Artikeln können registrierte Nutzer einen kurzen Kommentar abgeben. Als weitere Funktion wurde die Möglichkeit eingerichtet, Kommentare anderer Nutzer positiv oder negativ zu bewerten. Kommentare wurden in den ersten Jahren des Erscheinens nicht sofort online gestellt, sondern vorher von Mitarbeitern der Redaktion auf ihre Inhalte überprüft. Seit Mitte 2005 wird diese Aufgabe großteils von einem automatisierten System übernommen, wobei besonders auf die Forenregeln Rücksicht genommen wird.<ref>[http://derstandard.at/?url=/?ressort=Community ''Der Standard Community'']</ref> Ebenso behält sich die Redaktion das Recht vor, Nutzerbeiträge bei bestimmten Themen prinzipiell nicht zu erlauben. Das geschah etwa anlässlich der Todesfälle von Papst [[Johannes Paul II.]], [[Liese Prokop]], [[Kurt Waldheim]] und [[Jörg Haider]].<ref>[http://derstandard.at/?id=2920241 Stellungnahme des Standard zu gesperrten Foren]</ref>
 
Seit geraumer Zeit werden auch häufig [[Chat]]s mit prominenten Personen geführt. Während des Wahlkampfes für die [[Nationalratswahl in Österreich 2006|Nationalratswahlen in Österreich 2006]] beteiligte sich (mit Ausnahme von [[Wolfgang Schüssel]] und Parteien unter einer Stimmanzahl von 1 %) jeder Spitzenkandidat einer Partei. Die Moderation wählt eine Auswahl an Fragen, die von [[Benutzer]]n innerhalb einer Stunde gestellt werden können. Nach dem Chat gibt es für die [[Benutzer]] als Rückmeldung eine Möglichkeit die Antworten des Interviewten positiv bzw. negativ zu bewerten.
 
== Einzelnachweise ==
<references/>
 
== Weblinks ==
* [http://derstandard.at derstandard.at] (JavaScript benötigt)
* [http://diestandard.at diestandard.at mit frauenbezogenen Themen] (JavaScript benötigt)
 
[[Kategorie:Zeitung (Österreich)|Standard, Der]]
[[Kategorie:Medien in Wien]] -->
[[Categoría:Periódicos de Austria]]
[[Categoría:Medios de Austria]]
 
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